Es ist erstaunlich, aber in keiner anderen Kategorie sind sich die drei Jury-Teile – in diesem wie auch im letzten Jahr – so einig wie beim Best Trick. Des Weiteren setzte sich der Switch Backside 1080° Double Cork Mute Grab von Marko Grilc so schnell und uneinholbar von seinen Verfolgern ab, dass wir diese Kategorie auch schon nach ein paar Tagen hätten schliessen können. „Grillos“ Trick mag vielleicht nicht die Neuerfindung des Rads gewesen sein, aber das Umfeld, in dem er diesen Trick zeigte, und das, was er damit bewirkte, werden wohl die ausschlaggebenden Argumente gewesen sein, weshalb wir dem sympathischen Slowenen an dieser Stelle zu seinem ersten „Golden Pillow“ gratulieren dürfen. Als Marko Anfang Dezember zu Gast beim Air in Innsbruck war – und er war anfangs wirklich nur als Gast bzw. als Ersatzfahrer da –, ahnte niemand, Marko selbst wohl am allerwenigsten, dass er mit dem „Ring of Glory“ nach Hause gehen würde. Sein Glück war das Pech von Seb Toutant, der sich im ersten Training verletzte und so dem Siegesmarsch des „Grillionaire“ Platz machte. Auch wenn Marko im Training kurz vor dem Event schon mit eindrucksvollen Tricks auf sich aufmerksam machte, hätte aufgrund der Big Names wie Travis Rice, Torstein Horgmo, Andreas Wiig, Chas Guldemond oder Eero Ettala niemand sein Geld auf ihn verwettet. Nachdem der 26-Jährige dann aber in der ersten Runde Antti Autti und in der zweiten Werni Stock mit Backside 1080° Double Cork und Switch Backside 900° Double Cork nach Hause schickte, stand er verdient neben Peetu Piiroinen, Iouri Podladtchikov und Andreas Wiig im Superfinale. In diesem schien es, dass sich der Finne Peetu mit seinem ersten Backside 1080° Double Cork von seinen drei Kontrahenten unschlagbar abgesetzt hätte, bis sich Marko für seinen letzten Run wohl dachte: „Na, dann mach ich das halt switch!“ Da er Sekunden später den Trick wirklich mit Leichtigkeit in die Landung stompte und weder Iouri noch Andreas ihre Tricks 100 Prozent sauber landeten, stand das komplette Bergisel-Stadion Kopf, als Marko den „Ring of Glory“ auf den Finger gesteckt bekam. Somit gratulieren wir Marko, dass er mit diesem Trick nicht nur den prestigeträchtigsten Contests Europas, sondern auch den Best Trick 2009 gewonnen hat.
GEBURTSDATUM: 03. Juni 1980
HOMETOWN: Ljubljana (SLO)
WEBSITE: www.grilo.si
SPONSOREN: Burton, Red Bull, Adidas Eyewear, Clast
VIDEOPARTS ’09 IN: „Jolly Roger“ von Pirate Movie Production „The B Movie“ von Burton Snowboards
CONTEST-RESULTATE 2009:
1. Platz Billabong Air&Style Big Air, Innsbruck (BA)
2. Platz FIS World Cup Big Air, Stockholm (BA)
2. Platz FIS World Cup Big Air, Stoneham (BA)
3. Platz Boost Mobile Sno Sho Big Air, Perisher Blue (BA)
3. Platz FIS World Cup Big Air, Moskau (BA)
5. Platz Freestyle.berlin Big Air, Berlin (BA)
6. Platz Horsefeathers Pleasure Jam, Dachstein (SS)
BEST TRICK 2009:
1. Platz: Marko Grilc (SLO) - Switch Backside 1080° Double Corked Mute Grab @ Air&Style
2. Platz: Torstein Horgmo (N) – Switch Backside 1260° @ X Games
3. Platz: Wolle Nyvelt (A) – Äsmo Backside 360° @ „Neverland“
4. Platz: Iouri Podladtchikov (CH) – Double Backside Rodeo @ Freestyle.ch
5. Platz: Marco Feichtner (A) – Inverted Frontside 540° Transfer @ „Jolly Roger“

BEST VIDEO PART TORSTEIN HORGMO
Die Trophäen für den European Rider of the Year und Best Videopart scheinen unzertrennlich und so liegt es auf der Hand, dass wir Torstein Horgmo hier gleich noch mit seinem zweiten „Golden Pillow“ bestücken. Nach seinen Auszeichnungen European Rookie of the Year 2006 und 2007 fehlt dem Norweger jetzt nur noch der Titel des Best Trick, bei dessen Voting er sich in diesem Jahr nur Marko Grilc geschlagen geben musste. Sieht man sich Torsteins Part in „Black Winter“ und das darin enthaltene Trickrepertoire einmal an, erkennt man auch ohne Fachverständnis, dass seine Trickkiste bis über den Rand gefüllt ist. So sollte es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis der 23-Jährige auch in der ihm noch fehlenden Kategorie zuschlagen wird. Wie es bei Oscar-Verleihungen üblich ist, lassen wir einfach mal einen anderen Hochkaräter die Laudatio übernehmen. Eero Ettala: „Torsteins Videopart ist einer der flüssigsten und vielseitigsten, die ich je gesehen habe!“ Und das aus dem Mund von jemandem, der jährlich einen Banger nach dem anderen produziert! Im Eröffnungs-Part des Standard-Werks zeigt Torstein, dass er einer der zurzeit besten Allrounder auf dem Board ist. Street- und Park-Rails killt er mit einer Leichtigkeit und einem Style, dass man vermuten könnte, er gleite verankert auf der Schiene. Vor einem Switch 50-50 an einem Triple Kink Rail findet er glatt noch die Zeit, einer Omi die Stufen hinaufzuhelfen. Ein echter Nice Guy eben! Seine Switch Nosepresses und Frontside Lipslides bringen den Bildschirm vor lauter Style fast zum Platzen und seine Kicker-Fähigkeiten, egal ob im Park oder Backcountry, stellt er eindrucksvoll mit Cab 540°, 720°, 900°, Switch Backside 540°, 720°, 900°, Backside 1080° und Frontside 540°, 720°, 900° und 1080° unter Beweis. Trotzdem ist es sein Top to Bottom Park Run in Park City, der allen Zuschauern wohl am längsten in Erinnerung bleibt. Mehr verdienen kann man sich den Best Videopart einfach nicht!
GEBURTSDATUM: 18. Februar 1987
HOMETOWN: Oslo (N)
WEBSITE: www.torstein.net
SPONSOREN: DC, Oakley, Vestal, Monster, Kicker, Neff, Park City
VIDEOPARTS ’09 IN: „Black Winter“ von Standard Films, „They Came from“ von Factor Films
VIDEOPART MALE 2009:
1. Platz: Torstein Horgmo (N) – „Black Winter“
2. Platz: Eiki Helgason (ISL) – „They Came from“
3. Platz: Gigi Rüf (A) – „Neverland“
4. Nicolas Müller (CH) – „Neverland“
5. Nicolas Müller (CH) – „The B Movie“









































